PATLABOR 3

Deutscher Titel
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Alternativ-Titel

WXIII Patlabor The Movie 3
(Originaltitel)
 



  Land : Japan   Regie : Fumihiko Takayama
  Jahr : 2002   Drehbuch : Miki Tori
  Laufzeit : 100 min.   Character Design : Hiroki Takagi
  Format : 1.85:1   Musik : Kenji Kawai
    

Sprecher
Katsuhiko Watabiki * Hiroaki Hirata
Atsuko Tanaka * Ryunosuke Obayashi




In der Hafengegend von Tokyo kommt es zu einer Serie von unheimlichen Angriffen auf Roboter und Menschen. Die Po-
lizisten Kazumi und Hata werden mit dem Fall beauftragt und geraten bei ihren Ermittlungen an eine monströse Kreatur,
die ihren Ursprung in einem genetischen Experiment zu haben scheint. Unterstützung bekommen die beiden von einer
Universitäts-Professorin namens Saeko und der Mobile Police Force. Während Hata merkt, dass er sich zu Saeko hin-
gezogen fühlt, gerät die junge Frau in den Verdacht, auf irgendeine Weise mit den Ereignissen in Verbindung zu stehen...






Mamoru Oshii, Regisseur der PATLABOR-OVA (1988-1989), PATLABOR 1 (1990) und PATLABOR 2 (1993), ist beim
dritten Kinofilm leider nicht mehr an Bord. Dennoch waren alle Beteiligten sichtbar bemüht, Stil und Atmosphäre den
Vorgängern anzupassen. Die Musik pendelt zwischen
traurigen Stücken und Videogame-Mucke (die für meinen Ge-
schmack eher weniger stimmungsvoll rüberkommt) hin und her, Waffen- und Technikdesign sind nahezu identisch und
melancholische Musiksequenzen ohne Dialog (eines von
Oshii's Markenzeichen) sind ebenfalls ausreichend vertreten.




Die meiste Zeit über funktioniert das ganz gut, doch gelegentlich wirken bestimme Einstellungen und "typische" Sequen-
zen einfach nur kopiert.
Ähnlich "OK" sieht es auch in anderen Bereichen aus. Zeichnungen und Animationen sind gut,
aber nicht wirklich top... Charakterentwicklungen und Story sind ebenfalls gelungen, trotzdem wirkt der Film gegen Ende
vor allem auf inhaltlicher Ebene etwas dünn. Aber vielleicht klingt das jetzt alles viel schlimmer, als es tatsächlich ist...


Der Film beschäftigt sich hauptsächlich mit Kuzumi und Hata, zwei Charaktere, die zwar nicht zur Patlabor-Truppe ge-
hören, "Insidern" aber bekannt sein dürften. Die Mitglieder der Mobile Police Force sind
dieses mal nur Nebenfiguren
und dürfen mit ihren titelgebenden Labors an der einen oder anderen Stelle (nicht unwichtige) Gastauftritte absolvieren.




Die Charaktere und deren Beziehungen untereinander stehen eindeutig im Vordergrung, Action gibt es traditionsgemäß
nicht wirklich viel. Doch wenn's denn mal soweit ist, geht es richtig fett und gelegentlich auch sehr brutal zur Sache.
Das Monster im "Urotsukidoji"-Look war dabei mal was Neues und kann der Patlabor-Thematik eine "Godzilla"-Kompo-
nente hinzufügen, die dem ganzen einen interessanten Impuls verleiht !

Fazit : Alles macht einen (leicht) billigeren Eindruck als bei den ersten beiden Kinofilmen, doch davon abgesehen kann
auch PATLABOR 3 ohne größere Probleme überzeugen. Nicht nur "Patlabor"-Fans sollten hier gut aufgehoben sein.
Obwohl die natürlich einen kleinen Vorteil haben... (ab)

Wertung    




Der Film ist am 30. März 2002 in Japan angelaufen. Die Japan-DVD soll Ende September erscheinen. Natürlich in Lbx 1.85:1 anamorph und englische UT gibt's auch ! Eine teure Special Edition (als 2 DVD-Set) ist ebenfalls augekündigt...


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