CALAMITY OF
SNAKES




Deutscher Titel
-- 

Alternativ-Titel
-- 
 



  Land : Hong Kong   Regie : William Chang Kee
  Jahr : 1983   
  Rating : Ab 18 Jahren   
  Laufzeit : 83 min.  
  Format : 1.85:1  

Darsteller
Francis Chang * Peter Ma * Shu Cheng Feng




Als bei den Bauarbeiten eines Hotels ein riesiges Schlangennest freigelegt wird, befiehlt der skrupellose Unternehmer,
alle Tiere zu töten und das Gebäude wie geplant über der Grube zu errichten. Hätte er bloß auf die Warnungen seiner
Frau gehört, die ihm einen Gegenangriff der Tiere prophezeit hat. Denn noch bevor die Bauarbeiten abgeschlossen sind,
fallen die ersten Menschen den Schlangen zum Opfer, die plötzlich zu Dutzenden aus allen Ecken gekrochen kommen.

Also wird ein Experte zu Hilfe gerufen, der den Tieren den Gar aus machen soll. Da die Angriffe aber nach anfänglichen
Erfolgen an Intensität noch zunehmen, wird der Fall schließlich einem alter Meister übertragen, der den Schlangen
auf etwas unkonventionelle Art und Weise zu Leibe rückt. Die Plage scheint gebannt, so dass einer großen Eröffnungs-
feier nichts mehr im Wege steht. Doch es kommt, wie es kommen muss : Die Party wird zum blutigen Alptraum...







Ich habe selten so ein mieses Stück Scheiße gesehen ! Was in CALAMITY OF SNAKES abgeht, dürfte nicht nur Tier-
schützern und -liebhabern die Zornesröte in Gesicht treiben. Mein erster Versuch, diesen Streifen anzuschauen, war
schon nach ziemlich genau 5 Minuten und 30 Sekunden zu Ende. In diesem Moment krachte die Baggerschaufel in die
Schlangengrube mit einigen hundert lebenden Tieren.

Und das nicht nur einmal oder zweimal. Immer und immer wieder fährt die Schaufel nach unten. Tiere und Tierstücke
zucken und winden sich und - matsch - wieder hinein.
Fast wären einige mit dem Leben davon gekommen, doch dann
greifen sich die umherstehenden Bauarbeiter Spaten, Schaufeln und Spitzhacken...




Keine Make-Up Effekte, keine Tricks... Kennt ihr dieses komische, flaue Gefühlt im Magen ? Das Thema CALAMITY
OF SNAKES war für mich erstmal erledigt. Aber jetzt, ein Jahr später, hab ich's geschafft, den Film ganz zu schauen.
Wollte wissen, was ich da hasse. Außerdem wollte ich als "Black Magic"-Fan ein Review zu dem Film schreiben.

Wirklich schade ist, dass der Streifen mehr zu bieten hat, als reine Tiersnuff-Schocks. An erster Stelle stehen hier na-
türlich die vielen Auftritte der Schlangen selbst, die sich in allen erdenklichen Größen, Farben und Arten durchs Bild
winden. Sieht man mal von den vereinzelten Trash-Gags ab, fällt auch die Atmosphäre die meiste Zeit über angenehm
düster aus. Die Stimmung ist (vor allem im Panik-Showdown) sehr verstörend und das 70er / frühe 80er-Ambiente run-
det die ganze Sache passend ab.

Als Bonus gibt's eine Art Schlangenbeschwörer, der erst aus einer Kiste mit hunderten Schlangen steigt, sich dann ein
lebendes Exemplar aus dem Mund zieht und sich anschließend davon in seine Zunge beißen lässt ! Und sein Kung-Fu
Duell gegen eine fliegende 5 Meter-Riesenschlange aus Gummi soll ebenfalls nicht unerwähnt bleiben...




Tja, alles ganz nett. Doch was zwischendurch passiert, liegt jenseits jeder Diskussionsgrenze : Schlangen werden live
gehäutet, aufgeschlitzt und ausgequetscht, zertreten, zerbissen (!) und zerrissen, mit durchdrehenden Autoreifen
zermatscht,
von Mungos gejagt und gefressen, mit einem Schwert zerstückelt und mit Äxten zerhackt. Im 20 Minuten-
Finale rückt dann das in silberne Schutzanzüge gekleidete SS-Säuberungskommando an, um die Tiere gleich quadrat-
meterweise zu vergasen und ihre Kadaver anschließend in Müllcontainer zu schaufeln. Und wann man denkt, jetzt kann
es wirklich nicht mehr schlimmer kommen, werden noch zwei Flammenwerfer ausgepackt. Ein perverses Trauerspiel...

Da kann ich wirklich nur hoffen, dass diese wunderbaren Tiere ihre Rache auch im wahren Leben bekommen haben und
die verantwortlichen Filmemacher und Darsteller ein ähnlich Schicksal ereilt hat, wie die meisten Protagonisten und
Statisten in diesem Film. Fazit : Der Film wäre wirklich nett gewesen, doch nach dem
alles überschattenden Tiersnuff-
Punktabzug
bleibt in der Gesamtwertung nichts mehr übrig. (ab)

Wertung    




Hong Kong-VCD, Tape und LD von Ocean Shores. Tape und LD dürften heutzutage nicht mehr zu bekommen sein und
auch bei der VCD könnte es etwas schwierig werden. Alle Fassungen sind in Vollbild und haben keine UT. Für das
Verständnis der Geschichte stellt das jedoch keine ernsthaften Probleme dar. Die VCD bietet (am Alter des Films ge-
messen) akzeptable Bildqualität.

Eine Japan-DVD existiert ebenfalls. Die Disc soll aber auch nur das Vollbild-Format bieten und nicht untertitelt sein.

Der Film SERPENT WARRIORS (USA 1985) soll ungefähr zur Hälfte aus CALAMITY OF SNAKES-Material bestehen.


Bei Fehlern, Fragen oder Ergänzungen bitte e-mail.