CENTIPEDE HORROR



Deutscher Titel
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Alternativ-Titel
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  Land : Hong Kong   Regie : Keith Li Bak Ling
  Jahr : 1982   Produzent : Stephen CK Chan
  Rating : --   Drehbuch : Amy Chan Suet Ming
  Laufzeit : 90 min.  
  Format : 1.85:1  

Darsteller
Margaret Lee Tin-Long * Stephen Yip Tin Hang * Miu Kiu Wai
Hussein Hassan * Chan Fok Choi




Eine junge Frau erhält vor ihrer Urlaubsreise in ein südost asiatisches Land von ihrem fürsorglichen Bruder einen Talis-
man mit auf den Weg. Da das gute Stück jedoch in modischer Hinsicht nicht gerade dem letzten Schrei entspricht,
landet der Anhänger gleich nach der Ankunft im Hotel in der Ecke. Großer Fehler ! Denn schon beim nächsten Wald-
spaziergang wird die Frau prompt von einer Horde wildgewordener Tausendfüßler überfallen und grausam plattgemacht.

Kaum hat ihr Bruder von dem tragischen Vorfall erfahren, reist er mit seiner Frau in eben jenes (nicht näher spezifizierte)
finstere Land, um den Tod seiner Schwester genauer zu untersuchen und gerät dabei an einen bösen Magier, der nicht
nur ihm, sondern seiner ganzen Familie grausame Rache für eine generationsübergreifende Schandtat
geschworen hat...






Neben Filmen wie CALAMITY OF SNAKES (1983) oder DEVIL FETUS (1983) gehört Keith Li's CENTIPEDE HORROR
zu den wohl bekanntesten Vertretern der großen Horrorfilmwelle der frühen Achtziger, die sich hauptsächlich mit bösen
Flüchen aus südost Asien und ihren nicht selten schockierenden Folgen beschäftigten.

Wie für viele Produktionen dieses Genres typisch, wird die Geschichte ohne den leisesten Anflug von Humor erzählt, was
die vereinzelten Schockeffekte in ihrer Wirkung noch verstärkt. Nach den vielversprechenden Credits und den soliden
ersten zwanzig Minuten dümpelt der Film leider erst mal eine Dreiviertel Stunde recht lustlos vor sich hin, bevor es dann
im letzten Drittel ordentlich zur Sache geht.




Ganz klare Highlights sind hier natürlich die Angriffe der Tausendfüßler, die sich gleich mehrmals im Film dutzendweise
durch dunkle Gänge und über halbnackte Menschen schlängeln dürfen. Dazu muss gesagt werden, dass es sich hierbei
nicht um jene Sorte von Insekten handelt, die man ab und zu im Garten unter dem großen Stein entdeckt...

Diese schwarz-roten Prachtexemplare erreichen schon mal gut und gerne eine Länge von zwanzig Zentimetern und sind
auch noch richtig SCHNELL, wenn es darum geht, den kürzesten Weg über den Fußboden ins nächste Bett zu finden !




Aber auch die Magie-Duelle, die sich der böse Zauberer mit einem guten Priester um den Körper und die Seele einer be-
sessenen Frau liefert, oder der Showdown, in dem u.a. reanimierte Hühnerskelette und fliegende Feuerbälle zum Einsatz
kommen, sollten "Black Magic"-Fans zufriedenstellen.

So bleibt am Ende zwar ein positiver Nachgeschmack, doch der Mittelteil ist leider extrem spannungsarm und zieht den
Film als Ganzes fast bis auf die Durchschnittsgrenze. Gemessen an anderen Vertretern dieses Genres schneidet
CENTIPEDE HORROR allerdings gar nicht mal so schlecht ab. Apropos "Nachgeschmack"... Ob der Hauptdarstellerin
von Anfang an klar war, worauf sie sich da eingelassen hat ? (ab)

Wertung    




Der Film ist meines Wissens nur als VHS-Kassette und gegen Mitte der 80er als LD erhältlich gewesen. Beide Ver-
sionen waren in Lbx 1.85:1, englische UT hatte nur die LD.


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