A FIGHTER'S BLUES



Deutscher Titel
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Alternativ-Titel
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  Land : Hong Kong   Regie : Daniel Lee Yan Kong
  Jahr : 2000   Produzenten : Andy Lau Tak-Wah, Derek Yee Tung-Sing & Ka Yan
  Rating : Category II B   Drehbuch : Daniel Lee Yan Kong & Cheung Chi-Sing
  Laufzeit : 105 min.   Kamera : Keung Kwok-Man
  Format : 1.85:1   Schnitt : Chung Wai Chiu
    Musik : Ridley Tsui Bo-Wah & Lai Wan Man

Darsteller
Andy Lau Tak-Wah * Tokako Tokiwa
Chan Wing Chung * Intira Jaroenpura




Der ehemalige Thai-Boxer Mong Fu (Andy Lau), früher bekannt als der "Tiger", hat 13 Jahre im Gefängnis in Hong Kong verbracht. Nach seiner Entlassung macht er sich auf die Suche nach seiner Freundin Pim (Intira Jaroenpura), die ihn vor über 13 Jahren verlassen hat. In Thailand erfährt er, dass sie vor fünf Jahren bei den Dreharbeiten für einen Dokumentar- film ums Leben kam.

Zu Mong Fus Überraschung hat Pim zuvor noch ein Mädchen zur Welt gebracht. Mit dem Ziel, seine Tochter (Chan Wing Chung) zu finden, macht er sich zu einem Waisenhaus in Pattaya auf. Dort lernt er Schwester Mioko (Takako Tokiwa) kennen, die ihm bei der Suche hilft. Als Mong Fu seine Tochter endlich findet, beginnen für ihn aber erst die Probleme..




Andy Laus einhundertster (!) Film vereint eigentlich alles, was er bisher in seiner Karriere gemacht hat. Drama, Action, Liebe, alles findet sich in Daniel Lees A FIGHTER'S BLUES.

Andy Lau überzeugt als ruhiger Thai-Boxer, der orientierungslos ein neues Leben beginnen möchte, dann aber wieder von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Dabei wird zwar oft keine Sentimentalität ausgelassen, trotzdem fühlt man sich von der Geschichte berührt. Das ist auch ein Verdienst der süßen Chan Wing Chun, die sich nichts mehr wünscht, als einen Vater, der sie aus Pattaya herausholt.

Diese Vater-Tochter-Beziehung ist das eigentliche Highlight des Films. Wirklich neues bringt die Story insgesamt leider nicht, aber bewährte Zutaten werden gekonnt verwoben. Nur in einigen wenigen Szenen wurde meiner Meinung nach etwas zu dick aufgetragen, was dann übertrieben und unglaubwürdig wirkt. Andy Lau lässt sich ab und an etwas zu sehr als (Super-) Held darstellen. Auch das nicht sehr überzeugende Ende leidet darunter.

Formal ist der Film up-to-date. Stilsichere Bilder und ein exzellenter, blues-angehauchter Soundtrack geben der Story die rechte Würze. Nur einige schwach synchronisierte Dialoge (besonders von einigen Thai-Kindern) fallen negativ auf. Die recht langen Thai-Boxkämpfe sind ordentlich und spannend inszeniert, hätten aber noch etwas aufregender sein können.

Trotz einiger Schwachpunkte können Andy Lau-Fans bei A FIGHTER'S BLUES bedenkenlos zugreifen. Aber auch Freun- de von episch angelegten (Action-) Dramen, wie z.B. ALL ABOUT AH LONG (1988), werden nicht enttäuscht sein. Weiter so, Andy !
(jo)


Wertung    



Hong Kong-DVD, VCD und Tape von Mei Ah. Die DVD gibt's in der normalen DD 5.1-Version oder als Sonderausführung mit zusätzlichem DTS-Sound, dann aber nur als Flipper (beidseitige DVD). Sonst keine Besonderheiten bekannt.


A FIGHTER'S BLUES Review auf "Cinema Far East"



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