THE FINAL OPTION



Deutscher Titel
The Final Option

Alternativ-Titel
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  Land : Hong Kong   Regie : Gordon Chan Ka-Seung
  Jahr : 1994   Produzent : Ip Kwong Kim
  Rating : Category II   Drehbuch : Gordon Chan Ka-Seung
  Laufzeit : 103 min.   Kamera : Horace Wong Wing Hang
  Format : 1.85:1   Schnitt : Chan Ki Hop
    Musik : Richard Yuen

Darsteller
Michael Wong * Carman Lee Yeunk-Tung * Wai-Kwok Lam
Kent Kot * Chan Kwok Bong * Paul Fonoroff



Ho Chi Wai nimmt zusammen mit zwanzig anderen jungen Polizisten am Ausbildungsprogramm einer SDU-Einheit teil,
die extra zu dem Zweck eingerichtet wurde, besonders hartnäckigen und brutal vorgehenden Gangstern das Handwerk
zu legen. Während der harten Ausbildung bleiben einige Freunde und Kollegen auf der Strecke und auch häuslicher Be-
ziehungsstress stellt die jungen Männer auf eine harte Probe...





"You may call me sir, or you may call me Stone. Never call me Gwailo." THE FINAL OPTION galt 1994 als Wendepunkt
für Michael Wong's Schauspielkarriere. Zum einen bedeutete der Film für den in den USA aufgewachsenen Chinesen
mit amerikanischer Abstammung den großen Durchbruch und zum anderen konnte er gleichzeitig mit seinem Ausländer-
Image abrechnen. So richtig akzeptiert wird er zwar auch heute noch nicht, doch immerhin gab es Zeiten, in denen er in
jedem dritten Film mitzuspielen schien.





Und Regisseur Gordon Chan startete mit diesem Streifen das Action-Subgenre des "Special Forces"-Films, zu dessen
jüngeren Vertretern Dante Lam's HIT TEAM (2000) gezählt werden kann. Über die Jahre hinweg konnte auch Chan selbst
diese Filmrichtung weiterentwickeln und lieferte mit FIRST OPTION (1996) und BEAST COPS (1998) aufwändig produ-
zierte Action/Polizeithriller-Ware ab, die sich angenehm von solchen Low Budget-Schnellschüssen wie SDU : MISSION
IN MISSION (1996) oder SDU '97 (1997) abhebt.

THE FINAL OPTION liegt nun irgendwo dazwischen. Das Budget ist im Mittelfeld angesiedelt, die Action ist OK und die
weitestgehend unbekannten Jungdarsteller zeigen akzeptable Leistungen. Auch wenn sich schon eine gewisse Episoden-
haftigkeit bemerkbar macht, die für so manchen dieser Special Forces-Streifen charakteristisch ist, wird es hier zumin-
dest nicht langweilig, da sich das Training der SDU-Members, ihr Privatleben und die Action-Einschübe verhältnismäßig
flott abwechseln.





Besonders unterhaltsam ist auch die Grundausbildung der Polizisten, die ein klein wenig an die barbarischen Trainings-
methoden alter Kung Fu-Streifen erinnert. Die Teilnehmer werden zur Begrüßung in einem dunklen Raum zwecks
Loyalitätsprüfung verprügelt, müssen sich mit Rauch- und Blendgranaten bewerfen lassen und dürfen etwas später noch
von einer hohen Brücke springen. "In case any accident happens, SDU won't hold any responsibility..."

Ob es nun wirklich die "Final Option" ist, flüchtende Diebe von Scharfschützen mit gezielten Kopfschüssen ausschalten
zu lassen oder Gangster bei der erstbesten Gelegenheit frontal wegzuballern, sei mal in Frage gestellt. Klar, Action
muss ran, aber sollen das nicht gerade in diesem Film Profis sein ? Besondere Taktiken sind zumindest kaum auszu-
machen. Doch immerhin ist schon etwas von Gordon Chan's späterem Markenzeichen, einer spannenden Inszenierung
von fetter Action bei einem gleichzeitigen Hang zum (Technik-) Realismus, zu spüren.
 




Fazit : THE FINAL OPTION ist zu gut, um langweilig zu sein, aber um wirklich aus der Durchschnittsware herauszuragen,
ist der Streifen immer noch ein wenig zu unspektakulär und zu prollig. Trotzdem darf man ihn wohl noch zu den etwas ge-
lungeneren Vertretern des "Special Forces"-Films zählen. (ab)


Wertung    



Hong Kong-VCD, Doppel-Tape und Doppel-LD von Mei Ah. Kaum eine dieser Fassungen scheint heute noch erhältlich
zu sein. Ansonsten keine Besonderheiten bekannt. Eine DVD des Films existiert bislang nicht.

Die deutschen TV- und Videofassungen sind ungeschnitten, aber leider nur in Vollbild.


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