FIST POWER



Deutscher Titel
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Alternativ-Titel
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  Land : Hong Kong   Regie : Aman Chang
  Jahr : 1999   Produzent : Wong Jing
  Rating : Category II B   Action : Ma Yuk Shing
  Laufzeit : 87 min.   Car Stunts : Bruce Law
  Format : 1.85:1   Schnitt : Marco Mak Chi Sin

Darsteller
Zhao Wen Zhou * Gigi Lai Chi * Sam Lee Chan-Sum * Anthony Wong Chau-Sang
Jude Poyer * Lam Suet * Lau Kar Wing * Li Fei * Austin Wai Tin-Chi




Ein enttäuschter Vater (Anthony Wong) besetzt eine Schule, nimmt einen Haufen Kleinkinder als Geiseln und droht, damit, das Gebäude zu sprengen. Seine Forderung : Er will noch einmal seinen kleinen Sohn sehen, der ihm von seiner Ex-Frau und ihrem schmierigen Gangster-Liebhaber weggenommen wurde.

Nun liegt es an einem Polizisten vom Festland (Zhao Wen Zhou), dessen Sohn sich ebenfalls unter den Geiseln befindet,
den Kleinen zu finden und bis zum Abend zur Schule zu bringen. Leichter gesagt als getan, denn unzählige Gangster mit mehr oder weniger beeindruckenden Martial Arts-Fähigkeiten versuchen, ihn daran zu hindern...




Wo bleibt der nächste wirklich gute Zhao Wen Zhou-Film ?! In Yuen Bing's ONCE UPON A TIME IN CHINA 4 (1993) dürfte der charismatische Kämpfer den meisten zum ersten mal aufgefallen sein, schließlich war er der Ersatzmann für Jet Li. Es folgten zwei Filme unter Tsui Hark, der überraschend gute ONCE UPON A TIME IN CHINA 5 (1994) und das geniale Swordsplaydrama THE BLADE (1995). Auch BLACKSHEEP AFFAIR (1998) war dank Ching Siu Tung's maß-
los übertriebener "Hau-drauf-und-Schluss"-Action sehr unterhaltsam. MAHJONG DRAGON (1997) und BODY WEAPON (1999) dagegen waren eher schwache Filme.

FIST POWER liegt nun mit zwei großen Mankos irgendwo dazwischen. Erstes Problem : Die Story ist so saudämlich, dass es schon weh tut. Kein Mensch nimmt Anthony Wong die Drohung ab, er würde die Schule sprengen. Hat man ihn doch schließlich am Anfang als ganz lieben Papa mit seinem Sohnemann spielen sehen. Spannung gibt's von dieser Seite schon mal nicht. Und warum überhaupt die Geiselnahme ? Nur um einmal kurz seinen Sohn zu sehen ? Das hätte
er auch einfacher und vor allem mit weniger schweren Konsequenzen haben können.





Aber was soll's, schließlich dürften sich die meisten den Film ohnehin wegen der Action anschauen - Und davon gibt's zum Glück reichlich. Aber da ist noch Problem Nummer 2. Fast alle Actionszenen werden von dem hektischem Schnitt
dermaßen zerstückelt, dass man Zhao Wen Zhou kaum noch richtig kämpfen sieht.

Da wird gerade mal ausgeholt oder zugetreten und - zack - wird auch schon wieder umgeblendet. Das ganze geht so-
gar soweit, dass man gegen Ende fast das Interesse an der Action verliert. Der Junge kann's doch, warum darf er denn sein Können nicht "ungeschnitten" demonstrieren ?!

Trotz alledem ist FIST POWER auch nicht so richtig mies, nur wahre Begeisterung will einfach nicht aufkommen. Ein Durchschnittsfilm, der Zhao Wen Zhou-Fans die Wartezeit bis zum nächsten, wirklich guten Film verkürzen kann
. (ab)


Wertung    




Hong Kong-DVD, VCD und Tape von Mei Ah. Keine Besonderheiten bekannt.


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