MAGIC COP



Deutscher Titel
Magic Cop

Alternativ-Titel

Mr. Vampire 5
 



  Land : Hong Kong   Regie : Stephen Tung Wai
  Jahr : 1990   Produzent : Lam Ching Ying
  Rating : Category II   Action : Lam Ching Ying, Hau Yiu Chung & Chow Kam-Kong
  Laufzeit : 84 min.   Drehbuch : Sam Chi Leung & Tsang Kan-Cheung
  Format : 1.85:1  

Darsteller
Lam Ching Ying * Wilson Lam Jun Yin
Billy Chow Bei-Lei * Michiko Nishiwaki * Wu Ma




Bei den Ermittlungen gegen einen vermeintlichen Drogenschmuggler-Ring sehen sich zwei junge HK-Polizisten plötzlich mit übernatürlichen Kräften in Form einer als Kurier arbeitenden Zombie-Frau konfrontiert.

Zur Sicherheit wird schnell "Magic Cop" Lam Ching Ying herbeigerufen, der allem Spott und Gelächter zum Trotz die Er-
mittlungen auf seine ganz persönliche Art und Weise weiterführt. Ausgerüstet mit einem Koffer voller Zauberutensilien macht er sich mit seinen zwei ungläubigen Kollegen auf den Weg, um den "Voodoo"-Gangstern das Handwerk zu legen.






MAGIC COP gilt inoffiziell als fünfter und abschließender Teil der 1985 begonnenen MR. VAMPIRE-Reihe und kann nicht nur MR. VAMPIRE 4 (1988) als letzten offiziellen Vertreter um Längen schlagen, sondern darf auch allgemein ohne weite-res zu den gelungeneren Hong Kong-Horrorkomödien gezählt werden.

Vampire kommen diesmal nicht wirklich zum Einsatz, statt dessen müssen sich Lam Ching Ying und seine unfähigen Gehilfen in erster Linie mit ferngelenkten Martial Arts-Zombies herumschlagen. Die technische Ausführung der ma-gischen Tricks und der Zaubereien lässt stellenweise wie so oft etwas zu wünschen übrig, doch was wirklich zählt, sind die Ideen, die dahinter stecken, und davon hat MAGIC COP wirklich reichlich zu bieten.




"Don't pee onto the burning pot !" warnt Lam Ching Ying gleich zu Beginn einen kleinen Jungen, doch schon muss der erste böse Geist mit einer zerbrochenen Flasche aus einer Mauer gesaugt und mit einem großen Tuch eingefangen werden. Die Fluchtroute eines Gangster (Billy Chow) wird durch "chasing by fortune-telling" ausfindig gemacht, sowohl Tote als auch noch Lebende werden in den Händen von Magie-Profis zu vielseitig einsetzbaren Marionetten und Michiko Nishiwaki sorgt als Chefin der "Devision of Nine Daisies" mit ihren Gänseblümchen-Attacken für Angst und Schrecken.

Allein während des knapp viertelstündigen Showdowns, in dem die böse Anführerin in Make Up-Anlehnung an THE EVIL DEAD (USA 1982) zur blinden Zombie-Hexe mutiert, werden originelle Einfälle fast schon im Sekundentakt verbraten,
so dass es beinahe für einen ganzen eigenen Film gereicht hätte.




Aber es sind auch die schönen Kleinigkeiten zwischendurch, die das Ganze so sympathisch werden lassen. Ob Lam Ching Ying's einfach coole, professionelle Art im Umgang mit dem Übernatürlichen bei einer gleichzeitigen Scheu vor moderner Technik (z.B. Computer und Alarmanlagen), Wu Ma's Auftritte als Polizeichef oder die vielen kurzen Stiche-leien zwischen den Haupt- und Nebencharakteren...

F
azit : Beste HK-Unterhaltung und definitives Pflichtprogramm für alle Lam Ching Ying-Fans ! Und als Regiedebüt von Stephen Tung (der sonst eher als Actiondirector in Erscheinung tritt) wird der Film nicht gerade uninteressanter. (ab)

Wertung    




Hong Kong-VCD, Tape und LD. Tape und LD sind in Vollbild. Dank der VCD von Mega Star gibt es den Film nach einer halben Ewigkeit zum ersten Mal im original Kinoformat von Lbx 1.85:1. Die Qualität ist leider nicht ganz so gut wie bei den VCDs der MR. VAMPIRE-Filme, was aber wohl eher an dem schlechteren Ausgangsmaterial gelegen haben dürfte. Außerdem lösen sich (wie bei allen mir bekannten Fassungen) die weißen Untertitel in sehr dunklen Hintergründen auf. Trotzdem ist die Mega Star-VCD die bisher beste Fassung. Eine ältere VCD (vermutlich einer anderen Firma) soll eben-falls eine Vollbild-Fassung enthalten. Beim Kauf darauf achten !

Das Tape aus England ist in Vollbild und besitzt die alten englisch/chinesischen Film-UT.

Die deutschen TV-Ausstrahlungen waren in Vollbild und müssten trotz regelmäßiger Nachmittags-Sendetermine bislang immer ungeschnitten gewesen sein.


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