OPTION ZERO



Deutscher Titel
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Alternativ-Titel
G4 : Option Zero
 



  Land : Hong Kong   Regie : Dante Lam Chiu Yin
  Jahr : 1997   Produzenten : Gordon Chan Ka-Seung & John Chong Ching
  Rating : Category II B   Action : Chin Kar-Lok
  Laufzeit : 109 min.   Drehbuch : Chan Hing-Kar
  Format : 1.85:1   Kamera : Horace Wong Wing-Hang
    Schnitt : Chan Kei-Hop
    Musik : Umebayashi Shigeru

Darsteller
Julian Cheung Chi-Lam * Carman Lee Yeunk-Tung * Anthony Wong Chau-Sang
Monica Chan Fat Yung * Michael Wong * Ching Fung * Nancy Lan Sai




Zu Beginn bekommen es die smarten, gut aussehenden Jungs und Mädels der Sondereinheit SB ("Special Branch") mit einer ebenso skrupellosen wie professionell operierenden Gangsterbande zu tun. Parallel dazu verläuft die Behandlung von berufsbedingten Beziehungsproblemen und diversen Eifersüchteleien, bis die ganze Mannschaft schließlich unter der
Leitung von Michael Wong höchstpersönlich zum elitären Sondereinsatzkommando namens G4 umgemodelt werden soll.






Neben FIRST OPTION (1996) und BEAST COPS (1998) war OPTION ZERO eine der ersten Eigenproduktionen aus dem Hause Media Asia (zuvor lediglich als Vertriebsfirma tätig gewesen), die Gordon Chan, bzw. auch Chan's längjährigen
Co-Regisseur
Dante Lam beschäftigten. 1997 stellte OPTION ZERO dann Dante Lam's Debütfilm als Solo-Regisseur dar.

Auf der Beziehungsebene geht das Gebotene völlig in Ordnung und könnte große charakterliche Tiefe erzeugen... Wenn nur vieles
nicht so verkrampft und künstlich rüberkommen würde ! Auch Cheung Chi-Lam wirkt, ähnlich wie in BEST
OF THE BEST (1996)
,
noch etwas "neutral" in seinem mimischen Spiel. Die Geschichten, die sich zwischen den Freun-dinnen der Team-Mitglieder in der ersten Hälfte entwickeln, lassen ebenfalls völlig kalt und kommen eher zäh und lang-weilig daher. Später, wenn sich die Ereignisse beziehungsmäßig weiter zuspitzen, ist das meiste dann aber doch OK.




Am Rande hat auch noch das Frauenbild für Stirnrunzeln gesorgt : Carman Lee als liebes Dummchen, das immer alles umwirft und zu Hause ein immenses Repertoire an Schuhen gelagert hat, und Monica Chan als harte Frau im Männer-Team, die in den starken Armen von Cheung Chi-Lam am Ende dann doch lieber den Versager-Tränen freien Lauf lässt.

Besser sieht's bei der Action aus. Dass Dante Lam lange Zeit mit Gordon Chan zusammen gearbeitet hat, ist in den zahlreichen Actioneinlagen deutlich zu spüren. Fette, aber immer noch realistisch gehaltene Schusswechsel mit einer breiten Palette an verschiedensten Feuerwaffen gehen Hand in Hand mit einer fast comichaften over-the-top Mentalität.

Ein Böser packt dicke Raketenwerfer im Science Fiction-Look aus, Michael Wong ergeht sich in oberprolligen "Wir sind die Elite "-Ansprachen und ganz allgemein hetzt Kameramann Wong Wing-Hang gerne zum heroischen (leider nicht immer passenden) Titelthema den schießenden SB-Members hinterher. Das Ergebnis kann sich schon sehen lassen...




Dass alles trotzdem nicht so WIRKLICH fett rüberkommen will, steht vielleicht mit der technischen Seite der Mega Star-DVD (eine der aller ersten) in Verbindung. Die (am Alter gemessene) eigentlich gute Tonkulisse hat eine beachtliche Qualität, zeigt aber Schwächen bei den Soundeffekten. Während der Score ordentlich wummert, knattern die Schüsse manchmal kraftlos vor sich hin, ständig begleitet vom vereinzelten, viel zu lauten "Pling", "Plang" funkensprühender Einschläge. Insgesamt sind die Lautstärkeverhältnisse viel zu unausgewogen, auch im Vergleich klein- und großkalibrige Waffen. Zum Teil gibt es tolle Knalleffekte, dann wieder nur ein lahmes "Puffen"...

Insgesamt ein netter, aufwendig gemachter Special Forces-Streifen mit einer guten Ladung Action, dem etwas mehr Tief-gang nicht geschadet hätte. Actionfans, die auch BEST OF THE BEST (1996)
gar nicht so schlecht fanden, sollten damit allerdings keine Probleme haben. (ab)

Wertung    



Hong Kong-DVD, VCD und Tape von Mega Star. Das Jahr war 1998, Media Asia und Mega Star standen noch am Anfang was die Produktion von DVDs betrifft. Dieser Titel (auch heute noch verhältnismäßig teuer) bietet neben riesigen, einfach hässlichen UT einen etwas gewöhnungsbedürftigen Sound in DD 5.1 (siehe Kommentar).

Ähnlich unausgewogen wie der Ton präsentiert sich das Bild... Während einige Szenen mit schönen Farben und ordent-lichen Kontrasten recht gut gelungen sind, sind andere stark verrauscht, was zu Verpixelungen und "Schmieren" führt, und haben nur einen flauen Kotrast oder sind gar völlig überbelichtet. Auch ist es sehr störend, dass die Farbgebung
sehr uneinheitlich ist. Mal ist das Bild eher blau eingefärbt, dann wieder mehr rot/braun oder grünlich. Die VCD und das Tape sind mir nicht bekannt.


OPTION ZERO Review auf "Cinema Far East"



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