A WAR NAMED DESIRE



Deutscher Titel
-- 

Alternativ-
Titel
-- 
 



  Land : Hong Kong   Regie : Alan Mak Siu Fai
  Jahr : 2000
  Produzent : Joe Ma Wai-Ho
  Rating : Category II B   Action : Nicky Li Chung-Chi
  Laufzeit : 88 min.   Drehbuch : Joe Ma Wai-Ho, Alan Mak Siu Fai & Clement Cheng
  Format : 1.85:1   Kamera : Chan Chi Ying
     Schnitt : Cheung Ka Fai
    Musik : Mark Lui

Darsteller
Francis Ng Chun-Yu * Daniel Chan Hiu Tung * Gigi Leung Wing-Kei * Dave Wang Kit
Sam Lee Chan-Sum * Pace Wu Pei Ci * Grace Lam Nga Si * David Lee Seung Man




Jones Fong (Daniel Chan) macht sich mit seiner Freundin auf den Weg nach Thailand, um dort seinen Bruder Clarence (Francis Ng), führendes Mitglied eines Gangstersyndikats, zu suchen. Clarence hatte Jahre zuvor seiner Familie 50.000 HK$ geklaut und war nach Thailand geflüchtet.

Nachdem seine Mutter verstorben ist, möchte Jones dieses Geld zurückhaben, mit entsprechenden Zinsen versteht sich. In Thailand angekommen wird er jedoch in einen Mordfall an einem der Gangsterbosse verwickelt und muss sich nun mit seinem Bruder zusammenraufen, um gegen die Übermacht der Gangster zu bestehen...






Der dritte Film von Alan Mak nach NUDE FEAR (1998) und X-MAS RAVE FEVER (1999) ist ein überzeugendes Action-Drama mit Elementen des Triadenfilms. Die spannende Story von Co-Autor Joe Ma (VICTIM (1999), Drehbuch) hat einige Überraschungen zu bieten und die darin enthaltenden Figuren sind interessant genug, um über die Laufzeit keine Lange-weile aufkommen zu lassen. Es gibt viele dramatische Höhepunkte, die ich hier aber nicht verraten möchte.

Francis Ng spielt die Rolle des ehrenvollen, hartnäckigen Triadenbosses Clarence Fong herausragend gut. Er führt den Film mit seiner Coolness so, wie es kein anderer tun könnte.
Aber auch die anderen Darsteller füllen die Charaktere, über deren Vergangenheit man leider etwas zu wenig erfährt, mit Leben.





Besonders hervorzuheben sind hier Gigi Leung mit ihrer bisher besten Leistung als waffenerfahrene Freundin von Francis Ng sowie Dave Wang als sein langjähriger Kamerad in der Gang. Die Beziehung zwischen den beiden erinnert an die Bloodshed-Epen der 80er Jahre. Newcomer Daniel Chan kann da zwar nicht ganz mithalten, zeigt aber trotzdem einige bemerkenswerte Ansätze.

Der Handlungsort Thailand wurde in eleganten und atmosphärischen Bildern mit toller Lichtgestaltung umgesetzt und von Cheung Ka Fai (GEN-X COPS (1998), Schnitt) überzeugend montiert. Hong Kongs wohl meistbeschäftigter Musik-produzent Mark Lui steuerte die exquisite Filmmusik bei, die den Bildern erst noch den richtigen emotionalen Touch gibt.




Die Action-Szenen bestehen hauptsächlich aus einigen effektvollen und blutigen Schießereien und sind gut gemacht, wenn auch teilweise nicht ganz perfekt. Auf jeden Fall sind sie ideenreich inszeniert worden, so dass der Waffeneinsatz den rechten Pep bietet und nicht zu stupidem Geballere verkommt. Gerade das Finale bleibt in bester Erinnerung.

All die positiven Faktoren lassen gern über ein paar Logikschwächen im Drehbuch gegen Ende des Films hinwegsehen. A WAR NAMED DESIRE ist emotionsgeladenes, spannendes und exzellent gespieltes Action-Gangsterkino aus Hong Kong - Sehenswert !
(jo)

Wertung    



Hong Kong-DVD und VCD von Mei Ah. Keine Besonderheiten bekannt.


A WAR NAMED DESIRE Review auf "Cinema Far East"



Bei Fehlern, Fragen oder Ergänzungen bitte e-mail.