HELLEVATOR


Deutscher Titel
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Alternativ-Titel
Hellevator : The Bottled Fools
Gusher No Binds Me
 



  Land : Japan   Regie : Hiroki Yamaguchi
  Jahr : 2004   Produzent : Hideo Nishimura
  Laufzeit : 97 min.   Drehbuch : Hiroki Yamaguchi
  Format : 1.85:1   Kamera : Hikaru Yasuda
     Schnitt : Takao Yamanaka
     Musik : Taroh Iwashiro

Darsteller
Luchino Fujisaki * Masato Tsujioka * Ryosuke Koshiba



Die Welt in naher Zukunft. Die Städte sind übereinander aufgebaut, die Fortbewegung funktioniert größtenteils durch Fahrstühle,
die die Menschen von einer Ebene zur andern bringen. Rauchen ist inzwischen vollkommen verboten und wird hart bestraft.
Das Schulmädchen Luchino hält sich nicht gerne an diese Regeln und zündet sich trotz des Verbots eine Zigarette an. Schon
beginnt der Horrortrip, die Polizei wird aufmerksam, Luchino kommt in Bedrängnis, kann aber in einen der Fahrstühle fliehen.
Nun soll der eigentliche Terror für Lochino aber erst beginnen...






HELLEVATOR : THE BOTTLED FOOLS ist das Debüt des 26-jährigen Jungregisseurs Hiroki Yamaguchi, das mit einem kleinen
Budget auskommen musste. Yamaguchi legt zum Glück sehr viel Wert auf die Optik des Films und auf eine bedrückende
Atmosphäre, so dass der Digital Video-Look nicht ganz zum Vorschein kommt und auch nicht weiter negativ ins Auge fällt - im
Gegensatz zu ICHII 1 (J 2005) oder anderen digital gedrehten Filmen. Auch die Figurenzeichnung ist ihm in seinem Erst-
lingswerk gut gelungen, wobei er zum größten Teil auch mit etlichen Newcomern gearbeitet hat, die ihre Sache sehr ordentlich
gemacht haben.





Da der  Handlungsort  begrenzt ist (der größte Teil des Films spielt im Fahrstuhl), braucht man starke Charaktere. Nun, die Figuren bleiben zwar, wie die Story, fast immer auf einem konstant guten Level, können diesen aber nicht ganz bis zum Schluss halten. So ca. nach 50 Minuten, wenn das große Chaos erst einmal vorbei ist, schaltet der Film einen Gang zurück und wird
nicht unbedingt schlecht, dadurch aber unnötig leicht in die Länge gezogen. So hätte man ihn lieber nach 85 Minuten enden
lassen sollen. Das hätte dem Fluss des Films jedenfalls besser getan. Gerade bei einer Low Budget-Produktion könnte doch
mit ca.10 Minuten Ersparnis noch mehr raus zuholen sein ?

Soll nicht heißen, dass Yamaguchi das nicht schon getan hat, er bietet alles mögliche für so eine Produktion, verwendet unge-
wöhnliche Perspektiven, ein Flash dort, einer da, hier mal ein schöner Filter und schon haben wir eine 1A MTV-Optik, die den
ganzen Digital Video-Look leicht überstrahlt.





Yamaguchi's Augenmerk lag wahrscheinlich nicht darin, bloß eine neue Splattergranate abzuliefern. Nein, offenbar hat dieser
junge Mann etwas mehr Talent und beweist mit HELLEVATOR, dass auch mit geringen Mitteln ein guter Film mit optischen
Spielerein, einigen guten Make-Up Effekten und skurrilen Charakteren zustande kommen kann.

Trotzdem ist ihm mit diesem teils niederschmetternden Indepentent-Film eine wirklich kraftvolle Gewaltstudie gelungen, die
trotz ihrer teilweise schon überzogenen Härte das menschliche Drama in den Vordergrund stellt. Bleibt nur zu hoffen, dass dies
nicht der erste und letzte Film von diesem jungen, neuen Talent aus Japan bleiben wird. (kg)


Wertung    



Die US-DVD von Media Blasters / Tokyo Shock bietet den Film in (mediumbedingt) ausreichend guter Bild- und Tonqualität.
Helligkeits-, Körnungs- und Kontrastschwankungen sind dabei auf das Ausgangsmaterial zurückzuführen. Zum japanischen
Originaltrack in Dolby Digital 2.0 lassen sich engl. UT anwählen. Extras : Making Of, Interviews, Trailer u.a.



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