VIOLENT FIRE

Deutscher Titel
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Alternativ-Titel
Deadly Outlaw : Rekka
 



  Land : Japan   Regie : Takashi Miike
  Jahr : 2002   Produzent : Tsuneo Seto
  Laufzeit : 96 min.   Drehbuch : Shigenori Takechi
  Format : 1.85:1   Kamera : Kiyoshi Ito
     Schnitt : Yasushi Shimamura
     Musik : Joe Yamanaka

Darsteller
Riki Takeuchi * Ryosuke Miki * Kenichi Endo * Sonny Chiba
Mika Katsumura
* Yuya Uchida




Der Boss des Sanada Clans wird von einem Mitglied der Otaki Gang ermordet. Kunisada (Riki Takeuchi, DEAD OR ALIVE-Trilogie (1999-2002), BATTLE ROYALE 2 : REQUIEM (2003)), der in seinem Boss eine Art Vaterfigur sah,
dreht daraufhin durch und beginnt einen Rachefeldzug. Dabei kommt auch die mächtige Bando-Vereinigung ins Spiel,
die zwischen den beiden Yakuza Clans zu schlichten versucht. Doch allmählich entdeckt Kunisada, dass Intrigen gesponnen werden und auch er aus dem Weg geräumt werden soll...






Es ist mal wieder alles beim Alten. Die Videoproduktion VIOLENT FIRE von Herrn Miike beginnt mit einer rasanten Heavy Metal Eröffnungssequenz. Wie zu seiner Zeit auch bei DEAD OR ALIVE rocken die Credits richtig, machen natürlich
Lust auf mehr ! Dieses Muster dürfte aber leider schon bekannt sein, bietet für Miike-Kenner also nichts Neues, und nach der aufregenden Anfangsszene kommt auch erst einmal nichts Spektakuläres.




Miike setzt in dieser Direct-to-Video Produktion mal wieder auf 1A Neben- und Hauptdarsteller wie man es aus vielen seiner Filme gewohnt ist. Gemeinsamkeiten zu älteren Werken wie z.B. DEAD OR ALIVE oder der TRIAD SOCIETY-Triology (1995-1998), sind nur allzu sichtbar, wobei diese dann aber im direkten Vergleich besser abschneiden. Denn VIOLENT FIRE versucht etwas zu sein, das er nicht mehr sein kann, ein Film aus Mitte der 90er oder den späten 80ern.

Diesen Charme hat Miike vielleicht versucht wiederzubeleben. Das Flair dieser Jahre wieder aufzujubeln ist ihm zwar
nicht vollkommen misslungen, aber
leider auch nicht ganz geglückt. Gehört doch etwas mehr Energie und eine gewisse
Charaktertiefe zum Schema der älteren Yakuzafilme.




Es gibt nur wenig Miike-typische Kuriositäten, wie man sie aus FUDOH (1996) oder VISITOR Q (2001) kennt, vereinzelte Gangfights und kleinere Perversionen bleiben dennoch nicht ganz aus. Für abgestumpfte Fans allerdings zu wenig,
denn dafür bleibt einfach zu viel Leerlauf zwischen den Gewaltausbrüchen und den kleineren Gemeinheiten. Miike übt sich also in Zurückhaltung in diesem 90 Minuten *kurzen* Yakuza streifen, was nicht ganz verständlich ist. Es mag an der Direct-to-Video Produktion liegen (hat etwa Herr Takeuchi das gesamte Budget verschlungen ? Möglich wäre es)... Dennoch hat VIOLENT FIRE Potenzial und einige Hingucker, so dass kurzweilige Unterhaltung allemal geboten wird.
(kg)

Wertung    




Bislang ist der Film noch nicht offiziell als DVD oder VCD zu haben. Eine US-DVD ist bereits angekündigt.



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