Meatball Machine

Meatball Machine
Meatball Machine Cover

Meatball Machine

Japan, 2005, 90 Min., 1,78:1
Regie : Yudai Yamaguchi & Jun’ichi Yamamoto
Produzent : Yukihiko Yamaguchi
Drehbuch : Junya Kato
Kamera : Shinji Kugimiya & Shu G. Momose
Effekte : Yoshihiro Nishimura

Darsteller
Issei Takahashi, Aoba Kawai, Kenichi Kawasaki
Shôichirô Masumoto, Toru Tezuka, Ayano Yamamoto

Der frustrierte, junge Fabrikarbeiter Joji lebt zurückgezogen in einer kleinen Wohnung. Auch in der Fabrik nimmt er seine Mahlzeiten stehts alleine ein. In der Pause sucht er sich immer das gleiche Plätzchen, um die schöne Sachiko aus sicherer Entfernung beim Wäsche aufhängen zu beobachten. Den Mut sie anzusprechen hat er nicht.

Bis eines Tages die schüchterne Sachiko von Herrn Tanaka nach einem Betriebsessen sexuell belästigt wird. Joji kommt gerade durch Zufall die Straße entlang und wird Zeuge dieses Vorfalls. Nun nimmt Joji seinen ganzen Mut zusammen und geht dazwischen. Konsequenz: Er kassiert eine Tracht Prügel – aber Sachiko ist zumindest fürs Erste in Sicherheit. Schwer getroffen begleitet sie ihren Retter in seine Wohnung. Doch bevor die beiden sich in irgendeiner Weise näher kommen können, passiert das Unglaubliche…

Ahhhhhh….Meatball Machine tut gut, so richtig gut. In der heutigen Zeit, in der fast alles mit teuren CGI Effekten gemacht wird, ist MEATBALL MACHINE ein Ausnahmewerk das „back to the roots“ geht. Vor langer Zeit gab Tsukamoto mit TETSUO 1-2 den Ton an, der auch auf spektakuläre, handgemachte Make-Up-Effekte setzte. Bemerkenswert, daß uns YudaiYamaguchi und Jun’ichi Yamamoto auch im Jahre 2006 noch mit diesem alten aber nicht vergessenen Filmhandwerk so beeindrucken können. Schade, daß immer weniger Regisseure mit klassischen Make-Up Effekten arbeiten und den digitalen Budenzauber bevorzugen. Den Charme und die Wirkung beim Zuschauer konnte bisher kein Computer nachmachen.

Regisseur Yamaguchi sammelte seine ersten Erfahrungen bei Herrn Kitamaru als 2nd Unit Director bei VERSUS (2000), und drehte anschließend mit BATTLEFIELD BASEBALL (2003) eine typisch japanische Splatter-Komödie, in der er schon sein Talent für ausgefallene Charaktere und derbe Splatter-Einlagen zeigen durfte. Nun, mit Meatball Machine setzt er dem ganzen die Krone auf. Zusammen mit seinem Partner Juni’ichi Yamamoto, der bereits 1999 die Idee zu Meatball Machine verfilmte, ließen die beiden es 2005 mit höherem Budget noch mal so richtig krachen. Grandiose MakeUp- und Monster-Design-Arbeit wurde hier geleistet, ein absolutes Kompliment an die Macher dieser Old-School-Latex-Effekte. Jede Menge dickes Kunstblut und glibberige Körperflüssigkeiten begeistern die Fans. MEATBALL MACHINE 2005 – sehr lecker!

Joji aka Issei Takahashi, der auch schon in KILL BILL oder dem sehr schönen japanischen Drama CRYING OUT LOVE, IN THE CENTRE OF THE WORLD sein Talent beweisen durfte, spielt auch diese ausgefallene Rolle souverän. In Japan ist man also flexibel, denn in Hollywood wäre wohl kaum denkbar, nach größeren Produktionen in einer kleinen Horror-Trash-Produktion mitzuwirken. Auch die restliche Besetzung macht einen guten Eindruck, insbesondere die hübsche Aoba Kawai als Sachiko, die leider noch nicht allzu viel Leinwandpräsenz aufweisen kann. 2004 spielte sie in GIRLFRIEND: SOMEONE PLEASE STOP THE WORLD mit. Hoffen wir, daß wir demnächst mehr mit der guten bewundern dürfen. !

Was haben wir also: Eine durchgeknallte Japan-Shock-Story, die mich wirklich unterhalten hat, und nebenbei noch die blutigste Lovestory, die ich bis dato gesehen habe. Vielleicht mag der eine oder andere sagen, dass die Story nicht viel Neues bietet, alles schon mal da gewesen usw… Aber das stört bei MEATBALL MACHINE überhaupt nicht. Der Fleischklopps ist so vollgepackt mit „kranken“ Ideen, daß die Wände wackeln. Deshalb braucht er sich auch nicht hinter Tetsuo oder anderen Genre-Vertretern aus Japan verstecken, sondern kann auf eigenen Füßen stehen und sich sein Lob bei Mama selbst abholen.
Es tut gut, mal wieder alte Genrekost neu aufgearbeitet zu sehen. Eine willkommene Abwechslung zu den teuren und übermäßig beladenen CGI-Streifen der Neuzeit. Fazit: Ansehen und Spaß haben!

Deutsche uncut DVD von AFN / Splendid. Bild etwas unscharf und schwammig in einigen Szenen. Die Dolby Digital 2.0 Tracks (Deutsch und Japanisch) gehen in Ordnung. Die Synchro kann man sich antun, aber auf Japanisch mit UT kommt das ganze Spektakel mit noch mehr Atmosphäre daher! Leider, außer dem Trailer, keine Extras.

Joji aka Issei Takahashi, der auch schon in KILL BILL oder dem sehr schönen japanischen Drama CRYING OUT LOVE, IN THE CENTRE OF THE WORLD sein Talent beweisen durfte, spielt auch diese ausgefallene Rolle souverän. In Japan ist man also flexibel, denn in Hollywood wäre wohl kaum denkbar, nach größeren Produktionen in einer kleinen Horror-Trash-Produktion mitzuwirken. Auch die restliche Besetzung macht einen guten Eindruck, insbesondere die hübsche Aoba Kawai als Sachiko, die leider noch nicht allzu viel Leinwandpräsenz aufweisen kann. 2004 spielte sie in GIRLFRIEND: SOMEONE PLEASE STOP THE WORLD mit. Hoffen wir, daß wir demnächst mehr mit der guten bewundern dürfen.

Was haben wir also: Eine durchgeknallte Japan-Shock-Story, die mich wirklich unterhalten hat, und nebenbei noch die blutigste Lovestory, die ich bis dato gesehen habe. Vielleicht mag der eine oder andere sagen, dass die Story nicht viel Neues bietet, alles schon mal da gewesen usw… Aber das stört bei MEATBALL MACHINE überhaupt nicht. Der Fleischklopps ist so vollgepackt mit „kranken“ Ideen, daß die Wände wackeln. Deshalb braucht er sich auch nicht hinter Tetsuo oder anderen Genre-Vertretern aus Japan verstecken, sondern kann auf eigenen Füßen stehen und sich sein Lob bei Mama selbst abholen.
Es tut gut, mal wieder alte Genrekost neu aufgearbeitet zu sehen. Eine willkommene Abwechslung zu den teuren und übermäßig beladenen CGI-Streifen der Neuzeit. Fazit: Ansehen und Spaß haben!