Hard Revenge Milly : Bloody Battle

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HARD REVENGE MILLY : Bloody Battle

Original: Hado Ribenji Miri
Japan: 2009
72 Minuten, 1:85.1
FSK: Keine Jugendfreigabe
Regie: Takanori Tsujimoto
Buch: Takanori Tsujimoto
Kamera: Hajime Ishida
Musik: Hikaru Yoshida
Make Up: Yoshihiro Nishimura
Stunts: Kensuke Sonomura


Darsteller:
Miki Mizuno, Rei Fujita, Mitsuki Koga, Masahiro Komoto, Nao Nagasawa, Kazuki Tsujimotoe

HARD REVENGE MILLY : BLOODY BATTLE ist bereits der zweite Teil der Japan-Trash-Apokalypse. Teil 1, HARD REVENGE MILLY, ist ein 40 minütiger Kurzfilm, den es leider nur auf der US- und UK-DVD zu begutachten gibt – allein deswegen lohnt sich bereits der Kauf. Kurz ein paar Worte zu HARD REVENGE MILLY: Die Story ist eher nebensächlich und kommt über eine simple Rachestory nicht hinaus. Was allerdings in nur 40 Minuten an Ideen, Action und absurden Splatter-Einlagen über den Bildschirm flimmert kann sich wirklich sehen lassen. Mit einem so geringen Budget – wow! Es wurden viel Zeit und Details in die tollen Actionszenen investiert, und genau davon lebt dann auch HARD REVENGE MILLY. Story links liegen lassen und einfach 40 Minuten Spaß haben, nie verging Zeit schneller! Wenn nach 40 Minuten schließlich der Abspann über den Bildschirm flimmert, möchte man sofort mehr – nur gut das Teil 2 eben auch auf der DVD enthalten ist. Die Erwartungen an HARD REVENGE MILLY : BLOODY BATTLE sind dann natürlich groß – was soll es denn auch anderes sein, als eine weitere post-apokalyptische Splatter-Achterbahnfahrt? Los geht’s…

Jetzt sogar in Spielfilmlänge erzählt der zweite Teil ebenfalls keine aufregend neue oder innovative Geschichte. Nachdem Milly die Jack-Brothers im ersten Teil ins Jenseits befördert und sich danach auf einem einsamen Fabrikgelände zurückgezogen hat ist das ruhige Leben schnell vorbei. Eines Tages taucht die junge Haru bei ihr auf und bittet um Hilfe. Sie braucht Milly zur Unterstützung für ihren Rachefeldzug: Eine fiese Gang hat nämlich ihren Freund umgebracht. Milly, erst wenig begeistert von dieser Idee, willigt später aber doch ein. Nur die beiden haben die Rechnung ohne das Brüdergespann Ikki und Hyuma gemacht, die den Tod der Jack Brothers rächen wollen.  (Wir erinnern uns an den gerösteten Gulasch-Haufen aus Teil 1.)  Es gibt doch nichts Schöneres als einen Rachefilm, in dem gleich doppelt Rache genommen wird.

Regisseur Tsujimoto schert sich nicht sonderlich darum, eine umfangreiche Story zu erzählen. Die Schwerpunkte setzt er wie auch beim Vorgänger auf die Action und Splatter-Effekte. Und die haben es auch in sich! Für die Action ist Kensuke Sonomura (THE MACHINE GIRL) verantwortlich, der auch hier wieder beweist, dass er einiges auf dem Kasten hat. Voller Elan inszeniert er die Fights, ohne dass es zu hektisch wird und der Zuschauer den Überblick verliert. Das i-Tüpfelchen beschert uns dann noch der Meister seines Faches Yoshihiro Nishimura (TOKYO GORE POLICE, LOVE EXPOSURE), der den Actionszenen mit seinen kuriosen Splatter-Effekten noch den letzten Kick gibt. Blutfontänen bis an die Decke und abgetrennte Körperteile gehören hier in jeder Krawallszene dazu und lassen die schwachen und belanglosen Story-Abschnitte schnell vergessen machen. Nicht, dass das Drumherum schlecht wäre, aber man hatte hier längst nicht soviel Budget zur Verfügung wie z.B. bei TOKYO GORE POLICE, in dem etliche Rüstungen und sogar Polizeiwagen zum Einsatz kamen und hunderte Liter Kunstblut regelrecht vergeudet wurden.

Dennoch nimmt man MILLY 2 das Zukunft-Setting durchaus ab: Hier und da mal eine Außenstation, Männern mit Gasmasken, riesige Sci-Fi-Jets, die durch den Himmel kreuzen. Man hat sich redlich Mühe gegeben und es funktioniert auch, was noch viel wichtiger ist.
Auch die beiden Hauptdarstellerinnen verstehen etwas von sexy Unterhaltung. Haru (Nao Nagasawa aus GEISHA VS. NINJA) spielt gekonnt verführerisch und kann auch in den Action Szenen mit Milly (Miki Mizuno aus Kill) überzeugen. Die Musik dagegen macht Ausflüge in Japan-Pop und Elektro-Gefilde, bleibt dabei aber größtenteils im Hintergrund und wirkt wenig imposant.
Regisseur Takanori Tsijimoto hat mit HARD REVENGE MILLY: BLOODY BATTLE eine weitere Japan-Trash-Granate erschaffen und entführt in ein post-apokalyptisches Setting, das beweist, dass er das Zeug hat, eine  Endzeitvariante für den neuen Genre-Hype der femininen Splatterei auf Spielfilmlänge aufzublasen. Wenn die Action dann mal wieder auf sich warten lässt kann der gelangweilte Zuschauer sich entweder mit einem Toilettengang die Zeit vertreiben oder man beleibt (an-)gespannt sitzen und sieht sich an der sexy Hauptdarstellerin im Lack und Leder Outfit satt oder wundert sich über den homosexuellen Gang Boss, der als bester nicht homosexueller Bösewicht in die Filmgeschichte eingehen könnte.
HARD REVENGE MILLY: BLOODY BATTLE bietet uns also reichlich: eine ernste Rache Geschichte, eine gekonnte Inszenierung, die das geringe Budget verschleiert und viel Platz für Schauspieler und Kämpfe mit ihren blutigen ‚Finish-Him-Moves‘ lässt. Der Streifen verliert sich bei allem Unfug aber nicht in den Over-the-Top-Gedanken seiner Vorgänger und Vorbilder wie MACHINE GIRL oder SAMURAI PRINCESS. Wer mit Japan-Trash etwas anfangen kann und sich nicht an billigen Effekten stört sollte hier unbedingt einen Blick riskieren. Allerdings empfehle ich die US-DVD oder die am 05.04.10 erscheinende UK-DVD. Diese enthalten nämlich zusätzlich den ersten Teil und sind im Gegensatz zur deutschen Veröffentlichung auch komplett ungeschnitten. Viel Spaß!

The A-Team – Neuer Trailer

News-The_A-TeamDa sind sie wieder: die Helden aus dem Vorabend-TV-Programm der 80iger! Wer kennt sie nicht und hat als Kind jede Woche auf die neuen Einsätze des A-TEAMs gewartet. Nun bekommt das A-TEAM seinen verdienten Kinoauftritt, der, wenn es gut geht, auch direkt fortgesetzt werden soll. Joe Carnahan, der mit NARC einen spannenden Reißer inszenierte und mit dem „Style-over-Substance“ Krimi  SMOKIN‘ ACES zuletzt die Lager spaltete, hat die Regie übernommen. Man darf gespannt sein…

Der neue Trailer macht zumindest schon mal mehr Spaß als der vorherige Teaser, der für meinen Geschmack etwas zu viel wie CHARLIE’S ANGELS mit Männern war.

Wollen wir hoffen, dass letztendlich auch hier gilt: „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“

The Expendables – Trailer

expendables_3Da ist er, der Trailer zu THE EXPENDABLES:

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THE EXPENDABLES ist der neue Action-Blockbuster von Hollywood-Megastar Sylvester Stallone. Mit von der Partie ist das Who-is-Who des gegenwärtigen (u.a. Jet Li, Jason Statham) und vergangenen (u.a. Dolph Lundgren, Arnold Schwarzenegger) Actionfilms.

Die Expendables, ein Trupp aus Söldnern, wurden beauftragt, ein südamerikanisches Land zu infiltrieren und dessen Diktator zu stürzen. Als die Mission in vollem Gange ist, wird deutlich, dass der Auftraggeber ein doppeltes Spiel mit den Söldnern treibt. Ein Spiel, dem auch die Expendables zum Opfer fallen sollen. Doch diese Truppe ist hartnäckiger, widerstandsfähiger und schlagkräftiger als gedacht…
Quelle: http://www.splendidfilm.de/baldimkino.php

Mutant Girls Squad – Teaser + Trailer + Bilder – UPDATE!

sentoshojo_fesLange ist es nicht  ruhig gewesen um die Macher von MACHINE GIRL und ROBO GEISHA, Noboru Iguchi und Yoshihiro Nishimura. Schon jetzt stehen sie mit ihrem neuen japanischen Gorefest für die Schlachttafel bereit. Das neue Werk sieht (wie immer) ziemlich abgedreht aus, und das Duo bekommt nun tatkräftige Unterstützung von Tak Sakaguchi (VERSUS), der zusammen mit den zwei abgebrühten Köpfen seine dritte Regiearbeit abliefert. Was dabei heraus kommt kann sich jeder erfahrene Japan-Trash-Liebhaber sicher schon denken. ASC_0015

Hier der erste Teaser:

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Noch mehr Poster und Material,auf der Offiziellen Seite oder auf dem Blog. Wer Japanisch versteht ist klar im Vorteil – der Rest vergnügt sich mit den Bildern. Mutant Girl squadUPDATE:

Neuer Trailer Online

Check it out:

Quellen: http://sentoshojo.seesaa.net/index-3.htmlhttp://www.sentoshojo.jp

sentoshojo_fesLange ist es nicht  ruhig gewesen um die Macher von MACHINE GIRL und ROBO GEISHA, Noboru Iguchi und Yoshihiro Nishimura. Schon jetzt stehen sie mit ihrem neuen japanischen Gorefest für die Schlachttafel bereit. Das neue Werk sieht (wie immer) ziemlich abgedreht aus, und das Duo bekommt nun tatkräftige Unterstützung von Tak Sakaguchi (VERSUS), der zusammen mit den zwei abgebrühten Köpfen seine dritte Regiearbeit abliefert. Was dabei heraus kommt kann sich jeder erfahrene Japan-Trash-Liebhaber sicher schon denken.

Mardock Scramble – Trailer

News_MardockScrambleEndlich mal wieder neues Anime-Futter: MARDOCK SCRAMBLE erzählt die Geschichte der Edel-Prostituierten Rune, die von ihrem Boss qualvoll verbrannt wird, dann aber doch noch gerettet und in Form einer Maus mit übernatürlichen Kräften ausgestattet wird. Diese Fähigkeiten macht sie sich zu nutze und beginnt ihren Rachefeldzug an ihrem ehemaligen Arbeitgeber.MardockScramble-Gun

Das Projekt sollte ursprünglich als TV-Serie bereits 2005 unter der Fuchtel von Studio Gonzo entstehen, daraus wurde aber nix. Man entschloss sich wenige Zeit später, eine dreiteilige OVA zu produzieren. Einen ersten Trailer gibt es seit kurzem im Netz:

MardockScramble-Mouse

Der erste Film THE FIRST COMPRESSION soll im Herbst in die japanischen Kinos kommen.

Bizarre Cinema – April Programm

Der Winter ist noch lange nicht vorbei. Gott sei Dank. Bizarre Cinema macht erstmals auch im April volles Programm. Schlangen, Söldner, Sadisten, Satanisten und sizilianische Soziopathen suchen im nächsten Monat die Leinwand des B-Movie heim, wie immer präsentiert von handverlesenen Spezialisten des obskuren Films. Im Mai wird dann von den wöchentlichen Sonntagnachmittagsvorstellungen auf monatliche Spätvorstellungen umgestellt – Sommerloch ade! Es wird Double Features zu speziellen Themen geben und auch den einen oder anderen Gast, die Planungen laufen auf Hochtouren. Alles Weitere demnächst hier.


Sonntag, 4. April, 15.30 Uhr: Stanley
USA 1972, 91 Min., 35 mm, DF, Regie: William Grefe, Darsteller: Chris Robinson, Alex Rocco
Der Halbindianer und Vietnamveteran Tim lebt zurückgezogen mit seinen Schlangen in den sumpfigen Everglades. Als seine Lieblinge Stanley und Hazel Nachwuchs bekommen, scheint das Familienleben perfekt. Gäbe es nicht jene Mitmenschen, die allen Respekt ihm und seiner Ersatzfamilie gegenüber mit Füßen treten. Im Strudel von Schlangenmissbrauch und Menschenhass wird soviel abstruser Wahnwitz entwickelt, dass meist nur wenig Zeit bleibt, sich zwischen Sprachlosigkeit, Kopfschütteln und Lachkrampf zu entscheiden. Mental kann Tierhorror kaum befreiender sein.
Text & Einführung: Thorsten Wagner


Sonntag, 11. April, 15.30 Uhr: Söldner kennen keine Gnade (Dangerous Encounter – 1st Kind)
Hongkong 1980, 86 Min., 35 mm, DF, Regie: Tsui Hark, Darsteller: Lo Lieh, Lin Chen-Chi, Albert Au, Bruce Baron, Tsui Hark
Tsui Harks nihilistischer dritter Teil der „Trilogie des Chaos“ sorgte für Entsetzen beim Publikum – der groteske Schocker wurde nach seiner Premiere in Hongkong sofort verboten! Wir haben ihn wieder aus den Archiven geborgen. Teenager Paul und zwei Schulfreunde fahren bei einer heimlichen Spritztour in Vaters Auto einen Fußgänger zu Tode. Ein Mädchen, das den Begriff „Psychopathin“ neu definiert, wird Augenzeugin des Unfalls und erpresst die Jungs zur Teilnahme an einem Überfall. Richtig brenzlig wird es, als dem Quartett zufällig ein Koffer voller Geldwäscher-Schecks in die Hände fällt. Nun werden sie von Triaden und amerikanischen Waffenschiebern bis aufs Blut gejagt – und SÖLDNER KENNEN KEINE GNADE (dt. Titel)! Die hysterische Vision eines urbanen Dschungels voller Gewalt, die Erinnerungen an A Clockwork Orange weckt und in einem Showdown à la Sam Peckinpah eskaliert. Achtung: Dieses Meisterwerk des Hongkong New Wave Cinema ist nichts für schwache Nerven!
Text & Einführung: Jochen Oppermann


Sonntag, 18. April, 15.30 Uhr: Die Sadisten des Satans (Satan’s Sadists)
USA 1969, 88 Min., 35 mm, DF, Regie: Al Adamson, Darsteller: Russ Tamblyn, Regina Carrol, Gary Kent, Jackie Taylor
Schon der Titel ist ja unbezahlbar, und die Werbung legte 1969 noch einen drauf: „Human garbage – in the sickest love parties!“, um dann „Motorcycle Maniacs“, „Fantastic Fights“ und Regina Carrol als „The Freak-out Girl“ zu versprechen. Wie dem auch sei: Russ Tamblyn, der Riff aus West Side Story, spielt hier einen verrückten Biker, der mit seiner Gang mordend und vergewaltigend durch den Südwesten der USA brummt. Nichtsahnenden College Girls LSD in den Kaffee zu tun – das ist nicht nett. Aber ein Vietnamveteran zeigt den Bösewichtern, was er im Krieg gelernt hat. Al Adamson – der bei Bizarre Cinema ja schon mit The Female Bunch vertreten war – führte Regie. Ob das ein Versprechen ist?
Text & Einführung: Michael Ranze


Sonntag, 25. April, 15.30 Uhr: Der Teufel führt Regie
Italien 1973, 95 Min., 35 mm, DF, Regie: Fernando Di Leo, Darsteller: Henry Silva, Richard Conte, Gianni Garko
Der Teufel führt Regie ist nicht nur das Motto der Bizarre-Cinema-Reihe, sondern auch ein Paradebeispiel des italienischen Poliziotti-Films der 70er Jahre. Regisseur Fernando Di Leo hat mit diesem Werk eine knallharte Granate abgefeuert, die nicht nur Quentin Tarantino zutiefst beeindruckt hat. Auftragskiller Lanzetta löst mit der Exekution von einigen Mafiosi in einem Pornokino in Palermo eine Spirale der Gewalt aus, bei der alle Register hemmungsloser Italo-Action gezogen werden.
Text & Einführung: Torsten Cornils

Quelle: The Wayward Cloud

Sorority Row – Schön bis in den Tod

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Schön bis in den Tod

Original: Sorority Row
USA 2009
101 Minuten, 2,35:1
Kinostart: 01.07.2010 (Deutschland)
FSK: Keine Jugendfreigabe
Regie: Stewart Hendler
Buch: Josh Stolberg, Pete Goldfinger, Mark Rosman
Kamera: Ken Seng
Musik: Lucian Piane
Schnitt: Elliot Greenberg


Darsteller:

Briana Evigan, Leah Pipes, Rumer Willis, Jamie Chung, Margo Harshman, Audrina Patridge,  Carrie Fisher

Was als lustiger Partystreich beginnt, endet für eine Studentin tödlich. Das ganze wird vertuscht und alle beteiligten Studentinnen versuchen, ihrem normalen Leben nachzugehen. 8 Monaten später bekommen sie jedoch eine MMS mit dem Mordwerkzeug geschickt, und das lustige Morden kann beginnen – soviel zur ideenarmen Geschichte. Der zusammengeschusterte SCHÖN BIS IN DEN TOD bedient sich dabei fleißig bei bekannten Filmen des Genres (ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST, DÜSTERE LEGENDEN) und, was viele vielleicht nicht wissen, dass SCHÖN BIS IN DEN TOD (SORORITY ROW) ein Remake des 1983 entstandenen HOUSE OF SORORITY ROW ist. Lange Zeit war keine DVD des Originals erhältlich, und so wurde der Film bei Fans schnell zum begehrten Objekt. Der Slasherfilm wurde gar als Kult-Klassiker gehandelt. Eine im Jahr 2000 erschienene US-DVD war schnell vergriffen und erzielte hohe Stückpreise. Seit dem 12. Januar 2010 gibt es nun wieder eine DVD des Originals, diese Veröffentlichung ist bestimmt dem Remake zu verdanken. Was also hat die Neuauflage zu bieten, wenn der Plot nur aufgewärmt ist?

Beginnen wir mit der sehr schönen Kamerafahrt, die gleich zum Anfang während der Credits zu bestaunen ist. Die Kamera fährt ohne Schnitt durch eine wilde Party der Studentinnen. Alles wirkt chic und auf Hochglanz poliert, auch die Musik dreht richtig auf und gibt dem Zuschauer ordentlich was auf die Ohren. So kann es weiter gehen denkt sich der geneigte Fan, öffnet schon mal das erste Bier und lässt sich in sein Sofa fallen. Nackte Haut, Alkohol und Drogen – jetzt noch ein wenig Blut und der dazugehörige Killer, schon wäre der anspruchslose Filmabend perfekt.

Schön anzusehen sind sie ja, die vielen Studentinnen. Dass sie dann auch des Öfteren Blank ziehen und die Glocken des Glücks in die Kamera halten dürfen stimmt die Fans umso positiver –  bei den Castings wäre ich gern dabei gewesen. Augen auf, sogar die Tochter von Bruce Willis, Rumer Willis, übernimmt eine Rolle als Studentin. Sie bleibt aber größtenteils etwas blass und wirkt etwas mollig zwischen den andern Schönheiten. Eine Grazie aus vergangen Jahren, Carrie Fisher aus KRIEG DER STERNE, übernimmt hier sogar eine kleine Gastrolle und darf am Ende beweisen, dass sie noch auf Zack ist. Sie zeigt den kleinen verwöhnten Gören wo der Haken hängt.

Nach dem zackigen Anfang und dem Ableben der Studentin verfällt SCHÖN BIS IN DEN TOD erst mal in den Schönheitsschlaf. Eine Phase, in der sich Dialogszenen und einige für die dramatische Komponente konstruierte Szenen, wie üblich für das Genre, in einem Wechselspiel zwischen „Wer verhält sich jetzt verdächtig“, „Wer könnte der Killer sein“ usw. aneinanderreihen. Dürfte jedem bekannt sein und selbst Genre unerfahrene Zuschauer nicht mehr aus dem Sofa schießen. *Gähn* – Spannung sieht anders aus. Also das zweite Bier in den Kopf gezwirbelt und alle Erwartungen auf die Todesszenen gezappt. Diese sind dann auch teils innovativ gemacht, aber genügen insgesamt den heutigen Ansprüchen lange nicht. Und das Schlimmste: Sie können die Langeweile auch nicht ausgleichen. Zu viel hat man bereits in unzähligen Slasher-Klonen gesehen. Leider kommt SCHÖN BIS IN DEN TOD auch bei den Kills nicht über Standardkost hinaus. Allein das Finale und die dazu gehörige Schaumparty können am Ende das Ruder noch ein wenig rumreißen und sorgen für bestes Entertainment. Den Mittelteil mal außer Acht gelassen, kann der Film durchaus an der einen oder anderen Stelle überzeugen. Für einen weiteren Genre-Hit fehlt es ihm aber an Innovationen oder einer herausragenden Umsetzung. Ein wenig mehr Splatter, hätte dem Ganzen letztendlich auch gut getan. Nun ja, wenigstens das Bier war wieder lecker…

Zebraman 2 – Trailer

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JouJou…und es ist wieder ‚Zebra Time‘, Herr Miike allerorts bekannt für seine obskuren Film-Ausflüge in alle möglichen Genre-Richtungen, bringt uns ZEBRAMAN 2 – hier der Teaser/Trailer:

Sieht schon nach einer menge ‚Miike-Spaß‘ aus. Lady Gaga hätte wahre Freude an dem Kostüm von Zebrawoman. Ab Mai soll Zebraman 2 in die japanischen Kinos kommen. Ob und wann es der zweite Teil nach Europa schafft ist bisher noch ungewiss.

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Wer bisher noch nicht mal den ersten Teil kennt, sollte dieses zügig nachholen. Die deutsche DVD ist seit einiger Zeit (zur Zeit zu einem Schnäppchen Preis).  Käuflich zu erwerben bei Amazon:zebrman

Terence Hill & Bud Spencer Chronicles

spencerhill_coverTerence Hill & Bud Spencer Chronicles

Autor: Tobias Hohmann
Umfang: 448 Seiten, 7 Aufklappseiten
Format: 21,8 x 30,4 cm, Hardcover
Verlag: MPW (Januar 2010)

Diese beiden bedürfen keiner Vorstellung: Bud Spencer und Terence Hill sind Kult. Beispiellos ist die ungebrochene Popularität ihrer Filme, die seit knapp vier Jahrzehnten nun schon mehrere Zuschauergenerationen in ihren Bann ziehen. Die illustren Abenteuer der schlagfertigen Zwei kennt, Kabelfernsehen sei dank, auch heute noch jedes Kind. Vielleicht hat es ja deswegen nie ein Verlag für notwendig gehalten, Werk und Werdegang der beiden Haudegen ein Buch zu widmen. Ein großer Fehler, allein schon angesichts der durch zahllose Umtitelungen und bis zu drei verschiedenen deutschen Synchronfassungen selbst für eingefleischte Fans oft unüberschaubaren Filmografie. Diesem unseligen Umstand verspricht der Autor Tobias Hohmann mit seinem Buch endlich Abhilfe zu verschaffen.

Die „TERENCE HILL & BUD SPENCER CHRONICLES“ starten überzeugend mit einem Vorwort von Oliver Kalkofe, der genau den richtigen Ton trifft, und dessen warmherzige Worte für das kultige Duo einem Großteil der Fans aus dem Herzen sprechen dürften. Es folgen die Biografien von Bud und Terence, wobei insbesondere der als Carlo Pedersoli geborene Bud Spencer bekanntermaßen eine höchst interessante Karriere u. a. als Jurist, Olympiateilnehmer, Pilot, Textilunternehmer absolviert hat.

Den Löwenanteil des Buches nimmt die Filmografie in Beschlag. Der Autor hat dabei einen guten Weg gefunden, diese so schlüssig wie möglich aufzubereiten. Er handelt die einzelnen Epochen zunächst in einem Fließtext, und bespricht die wichtigsten Filme anschließend im Rahmen eigener Kapitel umfangreich, wobei er Serien oder logisch zusammengehörende Filme zu einem Block zusammenfasst. Zu guter Letzt gibt es dann schließlich die Daten zu allen Filmen in geballter Form, inklusive Episodenführern zu den verschiedenen TV-Serien.

Aufgelockert wird das Buch durch Biografien von Wegbegleitern von Statisten wie Riccardo Pizzuti oder Musikern wie den Oliver Onions, Interviews und einigen kurzen Kapiteln u.a. zu den deutschen Fassungen. Diese legten ja insbesondere mit den Schnodder-Synchros aus dem Hause von Rainer Brandt einen Grundstein für den Kultstatus in Deutschland, tat einigen Filmen mit unpassenden Neusynchronisationen und Sinn entstellenden Kürzungen aber auch Gewalt an. Ein anderes Kapitel behandelt einige der bizarren Plagiate mit Spencer-Hill-Doubles, mit denen unerschrockene Produzenten in bester Italo-Cinema-Manier vom Boom der Originale profitieren wollten.

Es darf aufgeatmet werden: Das Buchprojekt kann guten Gewissens als gelungen bezeichnet werden. Wie bereits angedeutet gelingt es Tobias Hohman erstaunlich gut, Ordnung in die komplexe Filmografie zu bringen. Hoch anzurechnen sind auch die vielen Zusatzinformationen und die Interviews, die vom Autor mit Kollegen und Regisseuren geführt wurden. Inhaltlich können die Kapitel zu den Filmen überzeugen, da der Autor bei aller Verehrung trotzdem eine gewisse Objektivität wahrt und die leider oftmals zahlreichen Schwachpunkte der Filme, auch offen anspricht, ohne dass dies in Miesepeterei ausartet.

Womit auch ich bei den Schwächen dieses Buches angekommen wäre. Neben kleineren stilistischen Auffälligkeiten wie das Wiederholen der selben Formulierung in aufeinander folgenden Sätzen, sind dies vor allem eine Reihe von Rechtschreibfehlern. Diese hätten sich auch ohne kostspieliges Lektorat durch einmaliges Drüberlesen eines sprachlich halbwegs sattelfesten Fans größtenteils verhindern lassen. Wie wenig Augenmerk der Verlag auf diese Dinge legt, erkennt man schon am Einband: auf dem Buchrücken prangen groß die Namen „Terence Hill“ und „Spencer Bud“(!). Ärgerlich, dennoch kann man unterm Strich die Bilanz ziehen, dass diese Fehler den Gesamteindruck des umfangreichen Buches nur unwesentlich trüben.

Die Aufmachung des Buches, das mit zwei verschiedenen Covermotiven erhältlich ist, ist typisch für den MPW Verlag, sprich kunterbunt. Was in diesem Fall auch wunderbar passt, da die Filme stets mit knalligen Plakatmotiven vermarktet wurden. Layouter Frank Mertens hat aus dem Vollen geschöpft und präsentiert einen Großteil der Plakatmotive sowie viele Aushangfotos. Die Qualität ist dabei meist tadellos, und besonders gefallen eine Reihe von Ausklappseiten, auf denen querformatige Plakatmotive extragroß dargestellt sind.

Fazit: Mit den TERENCE HILL & BUD SPENCER CHRONICLES ist ein überzeugendes Buch erschienen, das alle Fans insbesondere mit seiner schlüssigen Filmografie und den umfangreichen Bildmaterial begeistern dürfte. Die vorhandenen Fehler sind in Anbetracht der Fülle an Informationen zu verschmerzen. Vor allem wenn man bedenkt, mit was für lieblosen Veröffentlichungen der Filme Freunde des Prügelduos seit jeher gestraft sind, kann man nur dankbar sein dafür, dass das kultige Phänomen nun endlich einmal mit gebührender Hingabe abgehandelt wurde.

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Vampire Girl VS Frankenstein Girl

tad09_vampire_girl_frankens Oh ja, da drauf habe ich gewartet: Yoshihiro Nishimura’s VAMPIRE GIRL VS. FRANKENSTEIN GIRL– kommt ab dem 15. März zu Euch nach Hause – in Form einer britischen DVD-Veröffentlichung.Vampire Girl

VAMPIRE GIRL VS. FRANKENSTEIN GIRL basiert auf einem Manga von Shungiku Uchida, und erzählt eine typische Highschool Liebes-Romanze.kyuuketsu_shoujo_mb01

Zwei Mädchen, die  in den selben Jungen verliebt sind. Das eine Mädchen ein Vampir und das andere ein von den Toten zusammengeflicktes Monster: das könnte ein Problem werden.
Herr Yoshihiro Nishimura, der mit TOKYO GORE POLICE (TGP) und MEATBALL MACHINE eindrucksvoll sein kreatives Hirn unter Beweis stellte, bringt uns diesmal in Zusammenarbeit mit Naoyuki Tomomatsu (ZOMBIE SELF DEFENCE FORCE, leider eine ziemlich schwache Gurke) VAMPIRE GIRL VS. FRANKENSTEIN GIRL seinen neusten Gore(Girl)-flick. Auch wieder mit dabei ist die hinreißende Eihi Shiina (AUDITION, TGP) die Monamis Mutter verkörpert.
Audition (Intro Edition Asien 07) bei Amazon bestellen:auditionb

Wenn man Festival-Berichten und dem Trailer glauben schenken sollte, dann steht ein weiteres Highlight am Japan-Trash-Himmel in den Startlöchern. Ich kann es zumindest kaum erwarten, dieses herrliche Treiben auf meiner Leinwand erleben zu dürfen.vampgirlvsfranknews7

Alle Japan Trash-Fans sollten sich also ein paar Kröten für die DVD zurück legen.

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