Weiterhin
setzt sich der Film in keinster
Weise mit dem Verhalten seiner
Charaktere auseinander, sondern
beschränkt sich (wie
bei vielen Machwerken ähnlichen
Kalibers) auf eine distanzierte,
klinische
Darstellung. Nicht nur die
Gangster sind alle Sadisten,
die scheinbar von Natur aus
Freude am Quälen von
Menschen haben, auch die gelegentlich
vorbei-schauenden Freundinnen
fangen wild an zu klatschen,
wenn's mal wieder besonders
heftig zur Sache geht.
Doch halt, wir
wollen mal fair bleiben. Da
ist immer noch die Frau des
Anführers, die immer
fix mit Wundsalbe zur Stelle
ist, wenn das Opfer böse
zusammengeschlagen wurde oder
nach der Fäkalienschleuderei
schlaue Tips gibt wie "Nimm
am besten ein Bad". Wenn
sich alle Menschen daran ein
Beispiel nehmen würden,
ginge es besser zu auf dieser
Welt.
Oh, jetzt ich bin auf die
Handlungsebene abgerutscht.
Wer meint, er muss sich sowas
unbedingt anschauen, bitteschön.
Mir ist der Film bei einem
derartig heftigen und vor
allem realistisch wirkenden
Härtepegel
einfach
zu simpel gestrickt
und bietet kaum Ansatzpunkte,
sich mit dem Gezeigten auseinanderzusetzen.
Aber vielleicht bin ich auch
nur ein Softie.
Der zeitgleich ins Kino gebrachte,
nicht viel bessere Streifen
THERE'S A SECRET IN MY SOUP
(2000) beschäftigt sich
übrigens mit dem gleichen
Fall.
(ab) |
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